zurück

 

TIPPS - die faszinierende Unterwasserwelt beim SCHNORCHELN hautnah zu erleben.

Vom Prinzip her ist Schnorcheln einfach; doch obwohl nur wenig dazu gehört, ist es für Anfänger ungewohnt und für Fortgeschrittene gibt es noch häufig Tipps, die das Schnorcheln nicht nur vereinfachen, sondern den ganzen Ausflug um Längen verbessern können. Wer ein wenig Theorie kennt, der hat nicht nur mehr Spaß, sondern kann Anfängerprobleme mit Leichtigkeit vermeiden:

 

1. Spaßfaktor Schnorcheln – aus medizinischer Sicht

 

Spaßfaktor:
Mediatives Naturerlebnis der Unterwasserwelt, ohne Vorkenntnisse möglich
Fettabbau:
Keine aerobe Dauerbelastung, viele Pausen
Herz-Kreislauf-System:
Geringe Anpassung
Rückenfreundlichkeit/Schonung der Gelenke:
Durch den Auftrieb im Wasser wird das Körpergewicht auf ein Zehntel reduziert. Auf diese Weise können Wirbelsäule und Gelenke schonend bewegt werden. Beim Schnorcheln wird der gelenkschonende Kraulbeinschlag eingesetzt. Geringe Trainingswirkung, da keine aerobe Dauerbelastung und viele Pausen
Koordination:
Geringe Trainingswirkung, keine Variation der Stilform. Orientierungsverhalten wird trainiert.
Kraft:
Vorrangig beanspruchte Muskulatur: Beinmuskulatur, Trainingswirkung, da Muskelarbeit gegen den Wasserwiderstand durch Schwimmflossen verstärkt wird.
Kontraindikation:
Rheumatische und arthritische Erkrankungen, Rückenbeschwerden. Kein Sport bei akuten Erkrankungen (Erkältung, Fieber).
Ausrüstung:
Tauchermaske, Schnorchel, Schwimmflossen, Nasstauchanzug, Schnorchelweste.
Verletzungsrisiko:
Durch die Sportart selbst kaum möglich. Vorsicht vor Sonne, Seeigeln und Quallen.
Trainingstipp:
Notwendig ist ein optimaler Sonnenschutz (mindestens ein T-Shirt und besser noch ein dünner Nasstauchanzug) gegen die ultraviolette Strahlung an der Wasseroberfläche. Denn die Reflektion der Sonneneinstrahlung auf und unter Wasser ist um ein Vielfaches höher als am Strand.

 

2. Ausrüstung

2.1 Maske


Die richtige Maske ist das Wichtigste für schöne Schnorchel-Erlebnisse. Wenn sie nicht richtig sitzt, Wasser hineinkommt, sie beschlägt oder unbequem ist, dann wird das Schnorcheln zur Tortour.
Man kann beim Kauf der Maske bereits einen allgemein gültigen Test machen, indem man die Maske aufsetzt, ohne das Maskenband um den Kopf zu legen. Nun sollte man den Kopf nach vorne über beugen und Luft durch die Nase einatmen. Wenn die Maske nun am Gesicht bleibt, so ist der wichtigste Test gut bestanden: die Maske ist luftdicht und hält sich gut am Gesicht.
Der zweite Test betrifft den späteren Druckausgleich beim Abtauchen. Man prüft, ob man bequem mit den Fingern an den Nasenerker kommt, um die Nase zuzuhalten. Wichtig ist auch, dass um das ganze Gesicht herum weiches Gummi zu spüren ist, das anschmiegsam ist. Prüfen Sie auch die Zuverlässigkeit von Gummi-Verschlüssen zum Erweitern/Verengen der Maske. Die Maske darf nicht zu eng, aber auch nicht zu locker sitzen, eben angenehm.
Noch ein Tipp für klare Sicht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Glas in der Maske von Dunst freizuhalten, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn die Maske beschlägt: am bekanntesten und auch wirksam ist das einfache Hineinspucken in die Innenseite der Maske, verreiben und anschließende ausspülen der Maske. Wem das nicht reicht, weil die Maske nach kurzer Zeit trotzdem wieder beschlägt, der kann statt Speichel auch Zahnpasta verwenden. Wichtig dabei ist, dass man sie gut verreibt und auch gut wieder ausspült, denn sie kann in den Augen sonst brennen. Wer Zahnpasta benutzt, der muss sich darüber im klaren sein, dass der ursprüngliche Schutzfilm der Maske - der eigentlich gegen Beschlag dient - damit sehr wahrscheinlich abgetragen wird.
Wer normalerweise eine Brille trägt, der hat die Möglichkeit entweder Kontaktlinsen (möglichst Tageslinsen, denn sie können verloren gehen) einzusetzen, oder aber Masken mit optischen Gläsern zu kaufen. Letztere sind jedoch um einiges teurer.

2.2 Schnorchel

Beim Schnorchel, der unbedingt zur Maske gehört, ist die richtige Länge und der richtige Durchmesser zu beachten. Wichtig dabei ist, dass die Länge 35 cm und der Durchmesser 2 cm nicht übersteigt. Längere und dickere Schnorchel können zu einem Barotrauma der Lunge führen, da die ausgeatmete Luft wieder erneut eingeatmet wird.
Ansonsten ist das Ausblasventil noch von Interesse: Schnorchel, die dieses Ventil an der Unterseite haben, erleichtern dem Schnorchler das Ausblasen extrem. Die Anschaffung lohn also.
Eine Signalfarbe am oberen Ende des Schnorchels ist wichtig, damit man als Schnorchler von z.B. Booten erkannt wird.

2.3 Flossen

Man unterscheidet geschlossene Schuhflossen und offene Fersenbandflossen mit sogenannten Füßlingen. Letztere haben den Vorteil, dass man die Füßlinge (Gummischuhe) auch getrennt von den Flossen - z.B. zum Waten im seichten Wasser - tragen kann, und die Flossen bei Bedarf anzieht.
Achten Sie darauf, dass die Flossen zwar gut sitzen (darf nicht wackeln) nicht aber so fest, dass sie drücken (sehr wichtig!). Das Material sollte insbesondere um den Fuß herum anschmiegsam bzw. weicher sein, als die Flosse selbst. Wer die Flossen ins Wasser legt, sollte beobachten können, dass sie weder einen Auf- noch einen Abtrieb hat (optimal, weil sie dann schnell wiederzufinden ist). Bunte Farben sind vorteilhaft und das Material sollte so beschaffen sein, dass es unter starker Sonneneinstrahlung nicht verformt (das geschieht bei Kunststoffflossen eher als bei Verbundmaterial).

3. Richtiges Schorcheln

3.1 Atmen


Langsames und ruhiges Atmen ist oberstes Gebot. Denn wer die Natur beobachten möchte sollte ruhig atmet. Laute und starke Atemgeräusche können die Fische erschrecken und verscheuchen.

3.2 Austarierung

Im Wasser sollte jeder für sich seinen natürlichen Auftrieb erproben. Einfach eine „bequeme“ Brustlage einnehmen. Durch Ein- und Ausatmungsvariante erfährt man das eigene AUF und AB des Körpers im Wasser. Dies ist die wichtige Erfahrung um die gewünschte Ruhe des Körpers im Wasser zu haben, damit man den Fischen nicht hinterschwimmen muss.

3.3 Flossenschlag

Im Grunde werden die Beine bewegt, wie beim Kraulschwimmen. Wichtig - insbesondere für Brunstschwimmer - ist, dass die Knie nicht angewinkelt werden, sondern weitgehend gerade bis ganz wenig gebeugt sind. Die Flossenschläge sind dabei langsam und ruhig zu führen.

3.4 Körperhaltung

Der Kopf sollte „frei“ sein, d.h. die Hände sollten sich in der Nähe der Oberschenkel, oder leicht verschränkt unterhalb der Brust befinden. Eine Richtungsänderung kann leicht durch eine rechts- oder linksseitige Körperdrehung um die Hüfte und das gleichzeitige drehen der Flossen in die gewünschte Richtung erreicht werden

3.5 Kleidung


Zur Kleidung gibt es zwei Dinge zu sagen: zum einen muss man sich gegen Sonnenbrand schützen, hierzu bietet es sich an ein T-Shirt anzuziehen. Zum anderen kann es sein, dass man - insbesondere in nicht ganz so heißen Gebieten, wie z.B. Ägypten(in den Monaten Dezember bis März) einen Neoprenanzug, evtl. einen Shorty anzieht, um nicht zu frieren.
Die Benutzung eines Shorty oder Neoprenanzuges erleichtert auf Grund der Verbesserung des natürlichen Auftriebes die Austarierung des Körpers und die Reduzierung des Flossenschlages, als instinktiven Schutz vor einem „untergehen“, absinken des Körpers im Wasser.

3.6 Abtauchen

Das wichtigste beim Abtauchen ist es, dass man den Druckausgleich richtig macht, denn schon kurz unter der Wasseroberfläche nimmt der Druck auf die Ohren stark zu (1 bar pro 10 Meter). Wenn also an der Wasseroberfläche ein Druck von 1 bar herrscht, so ist in 10 Meter Tiefe bereits ein Druck von 2 bar. Den Druckausgleich macht man nun nicht erst dann, wenn der Druck unausstehlich wird, sondern etwa alle 50 cm - 1 m. Die Gefahr, die besteht wenn man zu spät (zu tief) den Druckausgleich vornimmt ist, dass kleine Äderchen platzen, bis hin dass das Trommelfell platzt. Dabei muss der Druckausgleich ein wenig geübt werden (Nase zuhalten und leicht (!) ausatmen).
Eine gute Technik zum sehr schnellen Abtauchen, die zudem auch Luft spart, soll im folgenden beschrieben werden:
Man legt sich mit dem Bauch nach unten flach aufs Wasser und atmet ruhig ein. Nach einem tiefen Atemzug klappt man den Oberkörper bis zum Hintern senkrecht (um 90°) nach unten ab und hebt kurz darauf die Beine mit Füßen senkrecht nach oben. Damit zeigt der Körper nun senkrecht nach unten und man wird innerhalb von 2-3 Sekunden 3 Meter tiefer sein. Sehr wichtig bei dieser Übung ist es, dass man in dieser Zeit 2-3 mal Druckausgleich macht (s.o.).

3.7 Auftauchen

Wer einige Meter nach unten taucht und nach 1-3 Minuten wieder nach oben kommt, der hat in der Regel nur noch wenig Luft in der Lunge und muss bald atmen. Daher ist es um so wichtiger, dass das auch schnell klappt. Daher sollte man niemals solange unter Wasser bleiben, dass keine Restluft mehr vorhanden ist. Im Gegenteil, die Restluft wird dafür genutzt, um an der Oberfläche einen kräftigen Stoß die verbleibende Luft durch den Schnorchel auszustoßen um diesen wieder zum Atmen nutzen zu können. Denn beim Abtauchen füllt sich der Schnorchel ja mit Wasser.
Weiterer wichtiger Punkt betrifft das, was an der Oberfläche vor sich geht: es ist nicht unwahrscheinlich, dass ein Surfer, Segelboot oder sogar ein Motorboot in der Gegend ist und Sie beim Auftauchen überfährt. Motorboote kann man unter Wasser hören, anderes Sportgerät evtl. nicht. Hier heißt es also: Vorsicht beim Auftauchen!

4. Wichtige Hinweise

4.1 Ausdauertraining


Sollten Sie nicht zu den besten Schwimmern gehören - und wer ist das schon -, dann wäre es besser, wenn Sie vor der Reise im Schwimmbad Ihre Ausdauer etwas trainieren würden. Wollen Sie z. B. in Ägypten an einer Schnorcheltour teilnehmen, müssen Sie sich aus eigener Kraft länger als fünf Minuten über Wasser halten können, wenn Sie etwas vom Riff sehen möchten. Stehen kann man an den wenigsten Stellen, ohne dabei die Korallen massiv zu beschädigen.

4.2 Nichts anfassen

Korallen und Fische sehen zum Teil verlockend schön aus und man möchte sie nur allzu gern berühren. Das sollten Sie jedoch niemals tun, denn einige Spezies sind giftig. Manche Anemonen schießen Nesselkapseln in die Haut eines "Angreifers", die zu schweren Verätzungen führen können. Einige Fische sondern giftigen Schleim ab oder Sie verletzen sich an deren giftigen Stacheln oder Pfeilen, die je nach Art sogar zum Tode führen können. Korallen sind überaus scharfkantig und man schneidet sich schnell an ihnen. Die Wunden bluten meist stark und das Salzwasser, welches sofort in die Verletzung eindringt, führt zu heftigem Brennen.
Aber nicht nur für den Schnorchler ist es gefährlich, wenn dieser etwas anfasst. Fische sind von einer Schleimschicht umgeben, deren natürliche Funktion es ist, sie vor Hautkrankheiten und Parasiten zu schützen. Dieser Schleim ist für die Fische lebenswichtig, und er wird durch leichtsinnige, absolut unnötige Berührungen durch den Menschen abgewischt.

4.3 Nie allein schnorcheln

Selbst wenn Sie ein noch so guter Schwimmer sind, schnorcheln sie niemals allein. Sie könnten sich verletzen und dadurch in Not geraten. Es sollte daher immer jemand in der Nähe sein, der sie bei einem eventuellen Unfall retten könnte. Halten Sie mit ihrem Schnorchelpartner in regelmäßigen Abständen Augenkontakt, um Notsituationen frühzeitig zu erkennen, denn im Wasser kann man nicht um Hilfe schreien

4.4 Surfer, Boote und Schiffe

Ein Schnorchler lebt gefährlich, wenn um ihn herum Surfer unterwegs sind. Lassen Sie das Schnorcheln an solchen Stellen lieber bleiben, denn Surfer sehen Sie meist erst, wenn es zu spät ist. Kopfverletzungen oder Fleischwunden sind bei Kollisionen mit Surfbrettern keine Seltenheit!

Auch sollten Sie niemals in die Fahrrinne von Schiffen schwimmen. Kleinere Boote erreichen so große Geschwindigkeiten, dass man als Schwimmer kaum noch aus dem Weg kommt, wenn sich ein Boot nähert. Wer bei einem solchen Zusammenstoß den Kürzeren zieht, dürfte wohl auf der Hand liegen. In einigen Schnorchel- und Tauchgebieten empfehlen wir die Verwendung einer Signalboje(siehe Reiseberichte), damit das Schorcheln unbehindert zum Erlebnis wird.

 

5. Schorchel – Tipps für Anfänger

5.1 Der Wasser-Nasen-Hautreflex


Bei jedem Wasserkontakt im Gesicht passiert folgendes:

 

Reiz:
Wasserkontakt der Gesichtsinneszellen

Reaktion:
Blockade der Atmung

Gefahr:
Luftmangel, Angst, Panik, Krampf, Ertrinken


Übung 1:
Die Maske ohne den Halteriemen um den Kopf legen, leicht ans Gesicht drücken und mit gesenktem Kopf durch die Nase einatmen. Eine gut sitzende Maske wird nun ohne Verwendung des Halteriemens fest am  Gesicht haften.
Den Schnorchel seitlich an der Maske befestigen und das Gesicht ins Wasser tauchen. Gewöhne Dich daran, in dieser Position durch den Schnorchel zu atmen. Achte darauf, dass der Schnorchel senkrecht steht.
Atme ganz entspannt durch den Mund.

5.2. Die Druckdifferenz

Da Wasser nicht komprimierbar ist, nimmt der Druck mit zunehmender Wassertiefe zu. Faustregel: 1 bar pro 10 m Tauchtiefe. Dies ist von Bedeutung für gasgefüllte Hohlräume, wie sie die Lunge und der Nasen-Rachenraum darstellen. Bei Druckerhöhung um 1 bar halbiert sich deren Luftvolumen um die Hälfte und verdoppelt sich beim Auftauchen wieder. Die Druckunterschiede können in den Nasennebenhöhlen, die eine starr umschlossene Gasmenge enthalten, zu Schmerzen, im Falle der Paukenhöhle auf Grund der Druckdifferenz zwischen Paukenhöhle und äußerem Gehörgang, zum Zerreißen des Trommelfells führen. Bereits in 3 m Wassertiefe herrscht ein Druckunterschied von 0,3 bar, der genügt um im Extremfall zum Zerreißen des Trommelfells zu führen.

Folgen:
Es strömt gegenüber der Körpertemperatur deutlich kälteres Wasser ein, welches das Gleichgewichtsorgan massiv reizt. Dies führt zur Orientierungslosigkeit.

Sicherheitsratschläge:
Druckausgleich herbeiführen durch Zuhalten der Nase und Schlucken
Niemals Ohrstöpsel verwenden
Nicht mit Entzündungen im Nasen-Rachenraum schnorcheln

Übung 2:
Ziehe Deine Flossen an. Begib Dich in brusttiefes Wasser und lege Dich flach mit dem Gesicht nach unten hinein. Beginne mit gestreckten Beinen langsam die Flossen auf und ab bewegen.

Hinweise:
Bewege die Flossen in einem langsamen und rhythmischen Kraulbeinschlag.
Achte darauf, dass die Flossen beim Schwimmen nicht aus dem Wasser schlagen
Vermeide es, die Knie (wie beim Radfahren) angewinkelt zu bewegen.
Wenn Du Dich sicher fühlst, kannst Du sogar versuchen, mit Hilfe der Flossen in tieferen Wasser zu "stehen".

Übung 3:
Wenn Du Dich gut mit den Flossen bewegen kannst, halte die Luft an und tauche soweit ab, dass das Wasser den Schnorchel bedeckt (Abbildung folgt). Versuche nach dem Auftauchen das in den Schnorchel gelangte Wasser durch einen kräftigen Luftstoß wieder herauszublasen.

Hinweise für das Schnorcheln im Meer:
Vorsichtig auf Felsen, nicht mit den Flossen auftreten, da Seeigelstacheln durch deren Gummisohle dringen können.
Zum Material sammeln am Strand Handschuhe verwenden
Schnorchelgänge immer nur in Zweiergruppen in Blickkontakt zum Nachbarn.

 

Notfallsprache



Alles OK



Habe ein Problem



Benötige Hilfe!!!   Notfall!!!


Frage 1:
Warum darf ein handelsübliches Schnorchelrohr nicht wie nebenstehend dargestellt verlängert  werden?

Beim Schnorcheln befindet sich der Körper unter Wasser und damit in einer Umgebung mit höherem Druck als an der Wasseroberfläche, während die Lunge über den Schnorchel mit der Umgebungsluft und dem niedrigeren Druck als im Wasser verbunden ist: Somit ergeben sich prinzipiell immer Druckdifferenzen zwischen dem unter höherem Druck stehenden Lungengewebe einschließlich der Lungenkapillaren (feinste Lungenblutgefäße) und dem unter niedrigerem Druck stehenden Lungenbläschen-, Bronchien- und Luftröhrenraum. Um diese Druckdifferenz zu begrenzen, sind handelsübliche und zulässige Schnorchel auf eine Maximallänge von 30 cm begrenzt. Bereits bei einer Verlängerung des Schnorchels auf 60 cm wäre die Druckdifferenz mit 0,06 bar so groß, dass selbst beim völlig Gesunden Blutflüssigkeit aus den Kapillaren in die Lungenbläschen gepresst und so das klinische Bild eines Lungenödems entstehen würde.

Frage 2:
Um die Schnorchel-Tauch-Zeit zu verlängern atmen viele vor dem Schnorcheln längere Zeit verstärkt ein und aus um möglichst viel Sauerstoff aufzunehmen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Hyperventilation. Dieses Verhalten ist jedoch gefährlich und kann zum Tod durch Ertrinken führen. Warum?

Bei der Hyperventilation wird kein zusätzlicher Sauerstoff  aufgenommen. Die Sättigung beträgt bei Normalatmung 97%! Vielmehr wird Kohlenstoffdioxid ausgeatmet. Da dessen Gehalt im Blut abnimmt, steigt der pH-Wert an. Wird nun der Sauerstoff verbraucht, steigt die Konzentration des Kohlenstoffdioxides nicht auf eine ausreichende Konzentration, um den pH-Wert soweit absinken zu lassen, dass das Atemzentrum anspricht. Trotz Sauerstoffdefizit wird weitergetaucht, bis Bewusstlosigkeit eintritt.


Damit das S C H N O R C H E L N für Sie ein erholsamer und erlebnisreicher Urlaub wird, sind wir für Sie da.

zurück