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Malariaprophylaxe

Malariaregeln:

  • Konsequent Mückenstiche vermeiden
  • Prophylaktische Medikamente so lange wie nötig einnehmen
  • Bei Symptomen ("Grippe"): sofort Fiebermessen - auch mehrfach, sofort auch abends zum Arzt (Diagnose durch Blutuntersuchung sichern), ggf. gleich Therapie.
  • Jede Malaria ist grundsätzlich bei frühzeitiger Diagnose und Therapie folgenlos heilbar
  • Malariaprophylaxe bedeutet in erster Linie Vermeiden von Mückenstichen (Kleidung, Moskitonetz, Insektizide, Mückenabwehrmittel wie Autan, Verhalten). Erst an zweiter Stelle kommt die Medikamenteneinnahme.

Der wichtigste Malariaschutz bleibt die "Expositionsprophylaxe", d.h. Schutz vor Mückenstichen durch
- entsprechende Kleidung: helle, weite und Knöchel sowie Arme bedeckende Kleidungsstücke,
- durch mückenabweisende Mittel: z.B. Moskitonetze, Rauchspiralen (sog. Coils), Anwendung von Autan etc.,
- durch das eigene Verhalten: die Anophelesmücke, die Malaria überträgt, sticht vorwiegend abends und nachts im Haus!
- Ggfs. regelmäßige Einnahme von Medikamenten gegen Malaria (häufig missverstanden als alleinige Malariaprophylaxe): je nach Vorkommen der Malaria am Ort, der Resistenz der Malariaerreger gegen bestimmte Medikamente, der Höhenlage des Ortes, sowie der tatsächlichen Mückenbelastung und anderen Kriterien sollten ein erfahrener Tropenarzt die entsprechende Malariaprophylaxe auswählen.
Eine 100-prozentig wirksame medikamentöse Prophylaxe gibt es gegen die gefährliche Malaria tropica nicht. Allerdings ist an fast allen Dienstorten mit entsprechenden Problemen ein weitest gehender Schutz mit den o.g. Maßnahmen möglich. Darüber hinaus gilt auch - und gerade bei der Malaria tropica -, dass schwere und gefährliche Krankheitsverläufe in praktisch jedem Fall vermieden werden können, wenn frühzeitig und richtig therapiert wird. Das Bild einer tödlichen Bedrohung durch Malaria ist falsch, da es sich um eine gut behandelbare Erkrankung handelt, bei der allerdings immer wieder Fehler durch zu zögerliche Behandlung bzw. zu späte Einschaltung eines fachkundigen Arztes vorkommen. Deshalb gelten folgende der Merksätze:

(1) jedes Fieber im Malariagebiet (und sechs Monate danach!) ist auf diese Erkrankung verdächtig,
(2) jeder Zeitgewinn bei Diagnose und Therapie ist wertvoll,
(3) der Patient muss zur Früherkennung beitragen.
Jede Malaria ist heilbar, wenn sie früh genug diagnostiziert und therapiert wird.
In diesem Sinne ist jede "Grippe" im Malariagebiet oder nach Rückkehr aus einem solchen mit allen Konsequenzen als Malaria anzusehen. Erst wenn durch Laboruntersuchungen das Gegenteil bewiesen wurde, darf die Verdachtsdiagnose "Malaria" verlassen werden.
Eine Malaria braucht zum Ausbruch mindestens sechs Tage.

 

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