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Jetlag 

Was ist das ?

Das Wort "lag" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Rückstand, Verzögerung, Zeitunterschied". Unter Jetlag leidet man nach Flügen über mehrere Zeitzonen - z.B. einem Flug von Frankfurt nach Singapur. Die innere Uhr des Menschen stimmt dann nicht mehr mit dem Tag/Nacht-Rhythmus des Zielortes überein.

Was ist die Ursache des Jetlags?

Eine Ursache für den Jetlag ist der innere Zeitgeber des Menschen, der unabhängig von äußeren Signalen funktioniert. Diese Uhr hört quasi nie auf zu ticken, auch dann nicht, wenn es keinen Hinweis auf die Tageszeit gibt. Allerdings geht die Uhr beim Menschen etwas nach: Ohne Signale von außen, zum Beispiel dem Wechsel von Tag und Nacht, stellt sich ein innerer Rhythmus von 25 Stunden ein. Dass der Mensch dem Tageslauf jedoch nicht hinterherhinkt, dafür sorgen Zeitgeber von außen, die die Uhr auf 24 Stunden justieren. Dazu gehören soziale Kontakte und feste Essenszeiten, der wichtigste Faktor ist jedoch das Licht bzw. der Wechsel von Tag und Nacht. Bei einem Flug über mehrere Zeitzonen verändert sich der Rhythmus dieser äußeren Zeitgeber, die innere Uhr des Reisenden ist aber noch auf den alten Zyklus programmiert. Der Körper signalisiert also beispielsweise schon am Nachmittag, dass die Zeit zur Nachtruhe gekommen ist. Da die Uhr sich nur langsam umstellen kann (ein bis anderthalb Stunden pro Tag), dauert es bis zur Angleichung einige Tage. Wer also von Frankfurt nach Havanna jettet, wird erst nach knapp einer Woche zur richtigen Tageszeit müde und hungrig.

Was sind die Symptome des Jetlags?

Am weitesten verbreitet sind Schlafstörungen: Nach Westflügen beispielsweise, wenn der Tag um Stunden verlängert wird, ist die Einschlafphase sehr kurz. Bricht am Zielort die Nacht an, kann der Reisende aber nicht mehr weiterschlafen, weil die innere Uhr auf Aktivität gestellt ist. Nach Ostflügen, bei denen Tag und Nacht verkürzt sind, ist ebenfalls die Einschlafzeit in der ersten Nacht sehr kurz. Infolge des Schlafentzuges dauern die Tiefschlafphasen länger. In den darauf folgenden Nächten fällt es dafür umso schwerer, einzuschlafen. Außerdem sind Jetlag-Geschädigte weniger leistungsfähig und können sich schlechter konzentrieren. Oft treten Magenprobleme auf. Auch auf die psychische Stimmung kann Jetlag einen negativen Einfluss haben.

Was kann man gegen Jetlag tun?

Ansatzpunkt für eine "Therapie" sind die Faktoren, die die innere Uhr beeinflussen. Wie schon oben erwähnt, ist Licht der wichtigste Signalgeber. Ursache: Licht, egal ob natürliches oder künstliches, beeinflusst die Wirkung des "müdemachenden" Hormons Melatonin. Normalerweise wird dieses Hormon am späten Abend in der Zirbeldrüse im Gehirn produziert. Melatonin ist der "chemische Ausdruck der Müdigkeit": Es signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Schlafen ist. Nach Zeitzonenflügen wird es zur falschen Zeit ausgeschüttet, nämlich tagsüber. Forscher haben aber festgestellt, dass helles Licht den Melatonin-Ausstoß unterbindet. Deshalb:

Tipp Nummer 1:

Tagsüber möglichst viel unter freiem Himmel aufhalten, damit die Melatonin-Produktion im Gehirn gestoppt wird. Falls man sich in geschlossenen Räumen aufhalten muss, sollte man auf eine ausreichend helle Beleuchtung achten. Wichtig ist diese "Lichtdusche" vor allem zu dem Zeitpunkt, an dem man normalerweise müde wird - also zwischen 22.00 Uhr und 2.00 Uhr nachts.

 

Tipp Nummer 2:




Fangen Sie mit dem Gang ins Flugzeug an, sich auf Ihr neues Reiseziel einzustellen. Dazu gehört einmal, seine Uhr sofort auf die neue Zeit umzustellen. Wichtig außerdem: Die Essenszeiten. Nehmen Sie nur dann eine größere Mahlzeit ein, wenn auch an Ihrem Zielort die Zeit fürs Essen gekommen ist. Dazwischen sollte man so viel essen, um den schlimmsten Hunger zu stillen. Wie mit dem Essen verhält es sich auch mit dem Schlafen: Sie sollten schon während des Fluges nur dann ein Nickerchen machen, wenn auch am Zielort Schlafenszeit ist. Das gilt auch in den ersten Tagen nach dem Flug: Falsch ist es, sich nachmittags schlafen zu legen, weil es zuhause gerade Nacht ist - das würde die Umstellung der inneren Uhr verlängern. Also lieber etwas Schlafentzug, dafür aber weniger Jetlag. Übrigens kann man mit dieser Umstellung der inneren Uhr schon vor der Reise beginnen. Zwei bis drei Tage vor einem Westflug zum Beispiel könnte man den Schlaf immer weiter in die Nacht verschieben und damit seine Schlafphase an den Zielort anpassen. Umgekehrt bei Ostflügen: Hier sollte man immer früher ins Bett gehen, dadurch verschiebt sich die Schlafphase nach vorne.

 

 

 

Unsere Erfahrungen:

 

Damit wir die „Zeitsprünge“ verstehen und nachvollziehen können, hat einer von uns auf seiner Armbanduhr die -Heimat-Orts-Zeit-, der Andere stellt die Zeit entsprechend der -Aufenthalts-Orts-Zeit- um. Somit vermeiden wir auch einen „Weckruf“ an die Daheimgebliebenen, um uns gelegentlich vom Aufenthaltsort aus telefonisch zu melden.

 

1. Ost – Flug – Richtung

 

Beispiel:

Berlin                     Abflug                   10.00Uhr

Frankfurt               Abflug                   13.00Uhr

Singapur               Ankunft                06.30Uhr (nächster Tag)

 

Diese Variante ermöglicht es uns auf dem Flug Frankfurt - Singapur ca. 5 – 6 Stunden zu schlafen.

Nach der Ankunft stellen wir unser Gepäck im Hotel ab(gewöhnlich kann das Zimmer erst um die Mittagszeit belegt werden) um anschließend mit Laufen und gelegentlichen Pausen im Freien unseren Kreislauf wieder in „Schwung“ zu bringen. Leichte Kost(Obst, Gemüse), sowie viel Trinken(Stilles Wasser) ist angesagt.

Nach Bezug des Hotelzimmers hilft eine frische Dusche und bei uns eine gute Tasse Kaffee über so manchen „Durchhänger“ hinweg.

 

2. West – Flug – Richtung

 

Beispiel:

Singapur               Abflug                   14.00Uhr

Frankfurt               Abflug                   21.30Uhr

Berlin                     Ankunft                22.30Uhr (gleicher Tag)

 

Die Zeit vor dem Flug gehen wir gelassen, eventuell noch mit einem kurzen „Ortsbummel“ an.

Wenn es möglich ist sollte man wie oben bemerkt, die Schlafzeit etwas hinaus zögern, eventuell die Schlaflänge zeitlich möglichst nicht zu lang ausdehnen.

 

Der –Zeit-Rücksprung-, egal ob aus einer Ost-West, oder West-Ost Richtung macht sich am Ende eines Auslandsaufenthaltes bei uns durch die klimatischen „Extreme“ –warm / kalt- für ca. 1 bis 2 Tage bemerkbar.

Achtung:              ! ERKÄLTUNGSGEFAHR !

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