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1. Allgemeine
Informationen
Geschichte :
Wann die Besiedlung Australiens durch Menschen begann, ist bis heute
umstritten. Spuren davon werden auf bis zu 120.000 Jahre zurück datiert.
Die Aborigines leben seit mindestens 50.000 bis 60.000 Jahren auf dem
Kontinent und gehören damit zu den ältesten Kulturen der Welt. Lange vor
der Entdeckung Australiens hatten Gelehrte im alten Europa die Existenz
eines Südkontinentes behauptet. Häufig wird das rätselhafte "Südland"
erwähnt.
Im 16. und 17. Jahrhundert erreichen vermutlich portugiesische und
spanische Seefahrer die Küsten Australiens und gehen an Land. Im Jahre
1606 entdeckte der Niederländer Willem Jansz (siehe unter Exmouth -
Strassenbezeichnung) das Land für Europa. Im Juli 1629 strandete das
Handelsschiff Batavia der Niederländischen Ostindienkompanie an der
Westküste, aber dessen Kapitän Francisco Pelsaert mass seiner Entdeckung
keine entscheidende Bedeutung zu. Für lange Zeit, bis 1824, war die
Bezeichnung „Neuholland“ in Gebrauch, erst dann führten die Briten den
heute gültigen Namen ein.
Erst im Jahre 1642 entschloss sich die Niederländische
Ostindienkompanie, den Kontinent durch eine geplante Expedition zu
erforschen. Abel Tasman entdeckte dabei das heutige Tasmanien. Eine
weitere Expedition, die Im Jahre 1696 unter Willem de Vlamingh begann,
kartografierte Teile der Westküste Australiens. Die Holländer hatten
aber kein Interesse, Australien zu kolonisieren.
Im April oder Mai 1770 erreichte schließlich Kapitän James Cook die
Ostküste Australiens und nahm das Land formell als Neusüdwales für die
britische Krone in Besitz. Der Zweck seiner Reise war das Auffinden der
sogenannten Terra Australis, die nach einer in der Zeit gängigen Theorie
als Gegengewicht zu den Landmassen im Norden der Erdkugel vorhanden sein
müsse. Einige Entdecker machten sich auf den Weg diese sagenhafte
Landmasse zu finden, segelten aber an ihr vorbei. (1642 wurde Tasmanien
von seinem Namensgeber Abel Tasman entdeckt, der es für einen Teil der
Hauptinsel hielt.)
Am 26. Januar1788 begann die britische Regierung in der Gegend um das
heutige Sydney eine Kolonie für britische Sträflinge einzurichten.
Allgemeines
Von den 18,5 Millionen Einwohnern ist der Großteil europäischer
Abstammung. Ca. 60% leben in den sechs größten Städten. Die Aborigines
machen nur noch etwa 1% der Bevölkerung aus. Ein kleiner Teil von ihnen
hat den traditionellen Lebensstil im Outback beibehalten.
Einreise:
Zur Einreise nach Australien benötigen Sie ein Visum.
Lage:
Australien - größte Insel und kleinster Kontinent der Welt - liegt auf
der südlichen Halbkugel, südöstlich des asiatischen Kontinents.
Australien ist in Bundesstaaten und Territorien aufgeteilt.
Fläche: 7.686.420 km² (einschließlich Tasmanien und den vorgelagerten
Inseln).
Außenbesitzungen:
Norfolk Insel: Fläche 34,6 km², ca. 2.200 Einwohner, Hauptort Kingston.
Christmas-Island/Weihnachtsinsel: Fläche 135 km², ca. 2.000 Einwohner,
Hauptort Flying Fish Cove.
Cocos- bzw. Keeling-Inseln: Fläche 14,2 km², 650 Einwohner, Hauptort
Bantam.
Coral Sea Islands Territory: verstreut über eine Fläche von ca. 1
Million km², Landanteil nur wenige km².
Verwaltungsstruktur: 6 Teilstaaten (New South Wales, Queensland, South
Australia, Tasmania, Victoria, Western Australia) und 2 Territorien (Australian
Capital Territory, Northern Territory).
Klima/Jahreszeiten/Reisezeit:
Die Jahreszeiten in Australien sind entgegengesetzt zu den europäischen.
Die jahreszeitlichen Unterschiede verringern sich, je weiter man nach
Norden kommt. Im tropischen Norden (wie z.B. Darwin und Cairns) wird nur
zwischen Regenzeit (November bis März) und Trockenzeit (April bis
Oktober) unterschieden. Im Landesinneren hingegen kann es nachts sehr
kühl werden, während es tagsüber in der Regel sehr warm ist. Nähere
Angaben siehe Klima – Australien.
Zeitverschiebung:
Australien hat drei Zeitzonen. Abgesehen von Queensland, Westaustralien
und dem Northern Territory hat Australien von Oktober/ November bis März
Sommerzeit (Uhren werden 1 Stunde vorgestellt).
WESTERN STANDARD TIME (in Westaustralien) Mitteleuropäische Zeit
(MEZ) +7 Stunden.
Während der europäischen Sommerzeit (SZ) +6 Stunden; keine australische
Sommerzeit;
CENTRAL STANDARD TIME in Südaustralien und Northern Territory MEZ
+8 1/2 Stunden.
Während der europäischen SZ +7 1/2 Stunden, während der australischen SZ
+9 1/2 Stunden, gilt nicht für Northern Territory;
EASTERN STANDARD TIME (in New South Wales, Queensland, Tasmanien,
Victoria und im Australian Capital Territory) MEZ +9 Stunden.
Während der europäischen SZ +8 Stunden; während der australischen SZ,
nicht in Queensland, +10 Stunden.
Kleidung:
Bereist man den Norden Australiens (Darwin) genügt das ganze Jahr über
leichte, atmungsaktive Sommerkleidung. Leichte Wollsachen werden nur
ganz selten abends benötigt, aber man sollte auf jeden Fall
Regenbekleidung einpacken. Für das Gebiet um Brisbane und Sydney ist für
die Wintermonate leichte Wollkleidung oder ein leichter Mantel
notwendig. Im Sommer braucht man auch unbedingt Regenschutz. Im Gebiet
um Canberra, Melbourne und Hobart ist für die Herbst- und Wintermonate
ebenfalls warme Kleidung erforderlich. Reisenden, die sich in
Südaustralien - Adelaide - aufhalten, wird empfohlen, für die
Sommerabende auch leichte Wollsachen und für den Winter warme Kleidung
und Mantel/ Jacke mitzunehmen. Für Perth wird im Winter etwas wärmere
Kleidung sowie ein leichter Mantel benötigt, außerdem sollte man
Regenbekleidung einpacken. Im Allgemeinen gilt: Für das Landesinnere (Outback)
sollte man gutes Schuhwerk haben sowie ausreichend Sonnenschutz (auch
Kopfbedeckung). Für das Great Barrier Reef sollte man an Turnschuhe mit
guten Gummisohlen denken, denn die Korallen sind sehr
scharfkantig.
Wir empfehlen praktische und legere Kleidung. Nur in sehr guten
Restaurants und Hotels wird meist feinere Garderobe erwartet.
Speisen & Getränke:
Australien ist ein Einwanderungsland und dementsprechend groß ist das
kulinarische Angebot. Meeresfrüchte und Obst sind besonders köstlich.
Die vorzüglichen Weine gehören zu den Weltspitzenerzeugnissen. In den
mit ‘B.Y.O.’ (bring your own) gekennzeichneten Restaurants werden in der
Regel keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt. Sie können diese aber
selbst mitbringen.
Stromversorgung:
220/250 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.
Dreipolige Flachstecker sind üblich; es wird deswegen empfohlen, auf
jeden Fall einen passenden Adapter mitzunehmen.
Führerschein:
Neben dem nationalen muss in Australien auch ein internationalen
Führerschein vorgelegt werden können. Diesen erhalten Sie bei Ihrer
Führerscheinstelle. Sie dürfen damit Fahrzeuge gleicher Klasse wie in
Europa fahren.
Verkehr:
Außer in den großen Städten ist die Verkehrsdichte relativ gering.
Achtung: Linksverkehr!
Verkehrsverstösse:
Das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird für
Australier mit 3 Punkten und 150 $A geahndet. Bei vier Vergehen dieser
Art wird für ein Jahr die Fahrerlaubnis eingezogen. Auch ein
Rechtsanwalt kann hier nicht helfen.
Deshalb ist auch für Touristen eine angemessene Fahrgeschwindigkeit
empfehlenswert. Die Geldstrafen sind nicht unerheblich.
Sprache
In Australien wird Englisch gesprochen. Auf dem Land ist der `Aussie
Slang’ anfangs sicher gewöhnungsbedürftig(z.B. ein Süsswasserkrokodil
kann mit dem Kühlschrank verwechselt werden).
Währung
Währungseinheit: Australischer Dollar $A
1 Australischer Dollar = 100 Cents.
Devisenbestimmungen:
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - bei Beträgen über 10.000 $A (Landeswährung oder
Devisen) Meldung gegenüber der "cash transaction report agency" /
australischer Zoll.
Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Kreditkarten:
Alle gängigen Kreditkarten wie Mastercard, Visa, Diners Club und
American Express werden nahezu überall akzeptiert.
Im Landesinneren und in kleineren Städten ist Barzahlung die Regel.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben. Abgesehen von
einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio,
Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Centrum für Reisemedizin unter
www.TravelMED.de und
www.CRM.de . jedoch für alle Reisenden bei
längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung zusätzlich gegen Tollwut.
Einreisebestimmungen
Sicherheitshinweise Ausführliche Hinweise
erhalten Sie unter:
Kunsularischer Service
www.auswaertiges-amt.de
Länder- und Reiseinformationen
Deutsche Vertretungen
2. Klima - Australien
Durch die Lage Australiens auf der Südhalbkugel sind die
Jahreszeiten um 6 Monate unterschiedlich mit den uns vertrauten
Jahreszeiten. Von September bis November herrscht Frühling in
„down under", Dezember bis Februar ist Sommer, März bis Mai ist
Herbst und Juni bis August ist die beste Zeit zum Skifahren in
den Snowy Mountains. Diese ausgeprägten Jahreszeiten gelten aber
nur für den südlichen Teil Australiens. Im Norden (nördlich des
südlichen Wendekreises) beginnen die Tropen, die kein
Jahreszeitenklima, sondern ein Tageszeitenklima aufweisen. Zur
Zeit des Monsuns ist der Norden besser zu meiden, im
australischen Winter dagegen herrschen hier sehr angenehme
klimatische Verhältnisse: warme Tage mit klarem blauen Himmel
und angenehm kühlen Nächten. In diesen Gebieten wird nur
zwischen der Dry (Trockenzeit) und der Wet (Regenzeit)
unterschieden. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass
die Temperaturen von November bis März überall im Land hoch
sind.
Im Süden ist der Winter kalt mit viel Schnee in den Gebirgen.
Noch kühler ist der winterliche Inselstaat Tasmanien, der durch
die Bass Strait südlich von Melbourne vom australischen
Kontinent getrennt wird.
Eine weitere Besonderheit der Lage auf der Südhalbkugel
ist, dass die Sonne mittags im Norden steht. Man sollte
das bei der Orientierung im Outback beachten !
Im Inneren des Landes kann es im Winter nachts sehr kühl werden,
doch die Tage sind warm und sehr klar. Die Sommertemperaturen
sind dagegen sehr heiß.
Für die Reiseplanung bedeuten die vertauschten Jahreszeiten: Im
Süd-Winter vom australischen Süden in den Norden fahren, um den
allmählichen Temperaturanstieg auszunutzen; Im Süd-Sommer von
Nord nach Süd fahren, um der Hitze und den Monsun-Regenfällen im
Norden zu entgehen.
Australien kann grob in 4 Klimazonen eingeteilt werden:
1. Tropen :
Zum Bereich der Tropen zählen die nördlichen Teile Queenslands,
N.T. und Western Australia. In den Tropen herrscht das ganze
Jahr über feucht-heißes Klima vor. Entlang der Küstenlinie
fallen hohe Niederschläge während der Regenzeit (Dezember bis
März). Im Landesinneren liegen die Temperaturen tagsüber
deutlich höher, dagegen kühlt es nachts stark ab, so dass
Temperaturen um den Nullpunkt erreicht werden können. Während
den Sommermonaten ist die Hitze dagegen unerträglich. Von
extremen Wandertouren wird zu dieser Zeit abgeraten.
2. Subtropen :
Die Subtropen liegen noch im Einfluss der Tropen, allerdings in
abgeschwächter Form. Diese Klimazone umfasst vor allem
Queensland und Teile Westaustraliens. Durch die abgeschwächten
Temperaturwerte und ein ganzjährig angenehmes Klima ist diese
Region für Urlauber attraktiv.
3. Kontinentale Trockenzone :
Unter den Trockenzonen versteht man in erster Linie die weiten
Wüstengebiete Australiens (Outback). Niederschläge fallen hier
nur während der Wintermonate oder überhaupt nicht. Durch die
hohe nächtliche Energieausstrahlung (fehlende Wolkendecke!)
können die Temperaturen in den Wüstengebieten nachts bis auf
plus / minus Null Grad absinken. Es kann zu Frost kommen.
4. Gemäßigte Zone :
In den südlichen Teilen Australiens lässt sich das Klima auch
als Mittelmeerklima beschreiben. Die Temperaturen schwanken
zwischen 10°C und bis zu 38°C im Sommer. Nur die südlich
vorgelagerte Insel Tasmanien hat ein etwas raues Klima, bedingt
auch durch die Nähe zum Südpol.
Aus dieser weiten Fächerung von Klimazonen ergibt sich auch ein
Vorteil für den Touristen: In Australien ist immer irgendwo das
richtige Wetter für einen tollen Urlaub. So kann man im Juli im
Norden am Great Barrier Reef Schnorcheln und Tauchen und im
Süden Skifahren!
|
Die
nachfolgenden Klimatabellen zeigen die klimatischen Verhältnisse
ausgewählter Stationen.
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Jan |
Feb |
März |
April |
Mai |
Juni |
Juli |
Aug |
Sep |
Okt |
Nov |
Dez |
|
Sydney |
|
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|
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|
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|
|
|
Maximum °C |
26 |
25 |
25 |
22 |
19 |
17 |
16 |
17 |
20 |
22 |
24 |
25 |
|
Minimum ° C |
18 |
18 |
17 |
15 |
11 |
9 |
8 |
9 |
11 |
13 |
15 |
17 |
|
Niederschlag in mm |
98 |
113 |
128 |
127 |
124 |
131 |
105 |
81 |
70 |
75 |
78 |
80 |
|
Wassertemperatur in ° C |
22 |
22 |
22 |
21 |
14 |
17 |
16 |
16 |
16 |
17 |
19 |
20 |
|
|
Jan |
Feb |
März |
April |
Mai |
Juni |
Juli |
Aug |
Sep |
Okt |
Nov |
Dez |
|
Brisbane |
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|
|
|
|
|
|
|
|
Maximum °C |
29 |
29 |
28 |
26 |
23 |
21 |
20 |
22 |
24 |
26 |
28 |
29 |
|
Minimum ° C |
27 |
20 |
19 |
26 |
13 |
11 |
9 |
10 |
13 |
16 |
18 |
17 |
|
Niederschlag in mm |
162 |
164 |
145 |
87 |
69 |
69 |
57 |
47 |
48 |
75 |
95 |
130 |
|
Wassertemperatur in ° C |
25 |
25 |
25 |
24 |
22 |
20 |
20 |
19 |
20 |
21 |
22 |
24 |
|
|
Jan |
Feb |
März |
April |
Mai |
Juni |
Juli |
Aug |
Sep |
Okt |
Nov |
Dez |
|
Darwin |
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|
|
|
|
|
|
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|
|
Maximum °C |
32 |
32 |
32 |
33 |
32 |
31 |
30 |
31 |
33 |
34 |
34 |
33 |
|
Minimum ° C |
25 |
25 |
25 |
24 |
22 |
20 |
20 |
21 |
23 |
25 |
25 |
25 |
|
Niederschlag in mm |
391 |
330 |
260 |
103 |
14 |
3 |
1 |
2 |
13 |
50 |
126 |
243 |
|
Wassertemperatur in ° C |
29 |
29 |
29 |
28 |
28 |
26 |
26 |
24 |
27 |
27 |
29 |
29 |
|
|
Jan |
Feb |
März |
April |
Mai |
Juni |
Juli |
Aug |
Sep |
Okt |
Nov |
Dez |
|
Hobart |
|
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|
|
|
|
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|
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|
|
Maximum °C |
22 |
22 |
20 |
17 |
14 |
12 |
11 |
13 |
15 |
17 |
19 |
20 |
|
Minimum ° C |
12 |
12 |
11 |
9 |
7 |
5 |
4 |
5 |
6 |
8 |
9 |
11 |
|
Niederschlag in mm |
45 |
41 |
44 |
52 |
50 |
57 |
54 |
49 |
53 |
61 |
61 |
56 |
|
Wassertemperatur in ° C |
15 |
15 |
15 |
14 |
13 |
12 |
12 |
11 |
11 |
12 |
12 |
13 |
|
|
Jan |
Feb |
März |
April |
Mai |
Juni |
Juli |
Aug |
Sep |
Okt |
Nov |
Dez |
|
Cairns |
|
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|
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|
|
|
|
|
|
|
|
Maximum °C |
32 |
31 |
30 |
29 |
27 |
26 |
25 |
27 |
28 |
29 |
31 |
31 |
|
Minimum °C |
24 |
24 |
22 |
22 |
20 |
18 |
17 |
18 |
19 |
21 |
22 |
23 |
|
Niederschlag in mm |
399 |
441 |
464 |
177 |
91 |
51 |
30 |
26 |
36 |
35 |
84 |
167 |
|
Wassertemperatur in ° C |
28 |
28 |
28 |
26 |
26 |
23 |
22 |
23 |
24 |
25 |
27 |
28 |
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3.”See you
later” - und andere Freundlichkeiten |
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Kulturunterschiede zwischen
Deutschen und Australiern? Und ob! |
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Man stelle sich
vor man betritt ein Geschäft in einem Einkauf -Center in
Hamburg, Frankfurt am Main, München oder Berlin und eine
freundliche Verkäuferin kommt mit den Worten auf einen zu
und spricht: “Hallo, wie geht es Ihnen heute?”
Irritiert denkt der eine: „Moment, seit wann arbeiten
Krankenschwestern im Einzelhandel?“ - Ein anderer: „Was geht
die Tussi mein Befinden an?“
Ohne solche Bedenken sollte man in Australien schlicht und
einfach “fine, thanks” antworten, selbst wenn einem zum
Heulen zu Mute ist. Niemand ist ernsthaft daran
interessiert, wie es einem geht. Es ist eine Floskel wie bei
uns “Guten Tag, was kann ich für Sie tun?”
Zugegeben, einfach ist das nicht. Als “freundlicher
Deutscher” versucht man die Frage zu beantworten oder
zumindest ein “Bin ein wenig müde vom vielen Herumlaufen”
oder “danke der Nachfrage, habe heute Nacht schlecht
geschlafen” zurückzugeben.
Bei einem ausgiebigen Shopping-Bummel in Australien kann
einem schon mal der Kragen platzen, wenn im x-ten Geschäftes
zum 20. Mal der Satz: “Hello, how are you today?” geträllert
wird. Meist warten Verkäuferinnen das obligatorische “I am
fine” nicht einmal ab, sondern antworten monoton mit “Good,
good” bevor man überhaupt den Mund aufgemacht hat. Da ist
Gelassenheit und ein Lächeln angesagt.
Im “Land-Unter“ geht wirklich alles verkehrt herum. Du
trittst jemanden auf den Fuss oder rempelst ihn an, mit
einem Lächeln und einem “sorry“ entschuldigt sich der
“Geschädigte“!?, wenn wir etwas mit unserem
Greenhornenglisch nicht verstanden hatten, wurde beginnend
mit dem “sorry“ die Frage, bzw. die Antwort langsam
wiederholt !?
Ich hatte gerade den Mund zum “sorry“ geöffnet, als sich
eine ältere Dame in der Fussgängerzone von Perth, ich
bestaunte den “Fliegenden Radfahrer“ wie “Hans guck in die
Luft“ und war dabei unachtsam mit ihr zusammen gestossen, zu
mir aüsserte : “Entschuldigung, ich war zum falschen
Zeitpunkt am falschen Fleck“. Kein Spruch wie etwa: “Du
oller Esel, kannst nich richtch glotzen, koof Dir mal ne neu
Brille“. Mir war es peinlich genug. Also, vor einer Reise
nach Australien, in Deutschland kräftig das “sorry“ üben.
Sucht man nach kulturellen Unterschieden zwischen
Australiern und Deutschen, dann ist die Art, wie jemand
begrüßt und verabschiedet wird das beste Beispiel. Nicht nur
sollte das “I am fine” immer griffbereit sein, auch auf ein
“see you later” ist nicht etwa mit “ach ja, wann denn?” zu
antworten, sondern mit “bye” oder ebenfalls mit “see you
later”.
Ein “Auf Wiedersehen” einem “see you later” gleichzustellen
fällt Deutschen schwer. Versteht man unter dem Einen ”auf
ein (hoffentlich) nochmaliges Sehen” hört sich das andere
nach “ich sehe Dich nachher (oder später)“ an. Vielleicht
ist es das “DU” in dieser Floskel, was die Sache so
persönlich macht, dass es irritierend auf uns wirkt?
Traurig an diesem Kulturunterschied ist, dass Australier
dies auch auf andere “Freundlichkeiten” ausdehnen und da
fällt der Gewöhnungprozess schwerer.
Mögen Deutsche einige oder viele schlechte Eigenschaften
haben. Mögen sie unfreundlich, überheblich und
besserwisserisch im Ausland auf Andere wirken, eines tun sie
selten oder so gut wie nie. Wenn sie eine neue Bekanntschaft
machen und bei der Verabschiedung anbieten: “Solltest Du mal
nach Deutschland kommen, dann musst Du uns unbedingt
besuchen. Und wohnen kannst Du natürlich bei uns auch” dann
MEINEN sie was sie sagen. Und wenn dann der Besuch aus
Australien tatsächlich vor der Tür steht, ist die Freude
riesengross.
Doch wehe dem der annimmt, der Australier meine es ebenfalls
Ernst. Sie sind ebenso schnell mit Dir “gut Freund” wie sie
Dich auch wieder vergessen haben. Das ist hart und kann
einem nahe gehen. Aber es ist eine Tatsache. Australien und
Deutschland – nicht nur eine riesengrosse Entfernung.
Das Beste ist, man nimmt eine australische Einladung sofort
an. Was bei uns eher verhaltend angeboten wird, ist in
Australien schnell möglich. Da sitzt man irgendwo in einem
Ort fest und wartet auf einen Bus, der sich bereits um
Stunden verspätet hat und eine nette Dame bietet an, doch
eine kalte Limonade zu trinken. Oder Freunde von Freunden
sagen: “Wir haben ein Wohnwagen am Strand. Kommt doch übers
Wochenende zu uns, wir feiern –OKTOBERFEST-***.”
Unser Rat: Sofort zugreifen!
Aber - NICHT zu lange bleiben. Bereits am 3. Tag empfinden
Australier einen Besuch als lästig. Auch wenn sie es nicht
sagen - man “spürt” es!
Anmerkung***
OKTOBERFEST – ist für Australier gleich – DEUTSCHLAND.
Egal welchen deutschen “Herkunfts-Ort“ Du einem Australier
benennst, er wird spontan ignoriert. Mit einem Lächeln
erhältst Du die Antwort: “ach aus München kommst Du, da war
ich auch schon, auf dem OKTOBERFEST“. Einfach lächeln und
akzeptieren, egal ob Du aus Berlin, Köln oder sonst wo
herkommst, es interessiert eh keinen.
Wir kennen zwar München sehr gut und auch “die Wiesen“,
waren jedoch noch nicht auf dem Oktoberfest. Dafür durften
wir zwei Tage als einzigste Deutsche am EXMOUTH –
OKTOBERFEST teilnehmen. Dieses neue “Sportart“ findet in
Australien alljährlich parallel zum Münchner – Oktoberfest
statt(siehe Bericht über Exmouth).
Jede Nation hat ihre guten und schlechten Seiten. Das “how
are you today” kann einem manchmal auf die Nerven gehen, die
Unfreundlichkeit deutscher “Dienstleister” aber auch.
Mit dem “sorry“ sollte unsererseits wesentlich mehr im
Umgang miteinander geübt werden.
Die Australier haben einen sehr ausgeprägten Nationalstolz.
Da wir mit unserem Greenhornenglisch ein Wörterbuch englisch
– deutsch – englisch verwendeten, dies aber auch nur einmal
in Gegenwart eines Australiers, ernteten wir etwas “düstere
Blicke“, weil die Aussies eben keine Engländer, sondern
Australier sind und es gibt australisch – deutsch –
australische Wörterbücher!
Selten wurde uns so viel Gastfreundschaft, Herzlichkeit und
Bereitschaft zur spontanen Hilfe entgegengebracht wie in
Australien.
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